Die 3b war im Schulmuseum (47 Bilder)
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Am 22.05.24 haben wir einen Ausflug zum Schulmuseum in Dortmund gemacht.

Wir sind zu Fuß zum Bahnhof Massen gelaufen und dann mit der S4 nach Dortmund-Marten gefahren. Nach etwa 30-minütiger Fahrt mussten wir noch 10 Minuten laufen bis zum Schulmuseum.

Ein altes Klassenfoto hat uns dort viele Dinge aus der damaligen Schulzeit verraten: Damals gingen alle Kinder, vom Erstklässler bis zum Achtklässler in eine Klasse, mitunter sogar 75-100 Kinder!

Die Ranzen waren aus Leder und enthielten z.B. einen Griffelkasten.

Beim Aufstellen standen die Jungen vorne, dahinter kamen die Mädchen, so wie es früher auch war. Wir haben eine Zeitreise in einen etwa 100 Jahre alten Klassenraum gemacht. Dort war alles aus Holz. Der Tisch hatte eine schräge Tischplatte mit Griffelmulde und Tintenfasshalter. Die Bänke hatten keine Lehne, das fanden wir ziemlich unbequem.

Man musste damals gerade sitzen und die Hände gefaltet oder nebeneinander auf den Tisch legen. Man musste aufmerksam nach vorne schauen, sonst gab es Ärger!

Zur Begrüßung und bei Wortmeldungen mussten wir aufstehen und in einem vollständigen Satz antworten. Am Ende des Satzes mussten wir "Herr Lehrer" oder "Fräulein Lehrerin" sagen.

Auch das Melden ist anstrengend, denn die aufrechte Sitzhaltung bleibt und die Arme werden nicht aufgestützt.

 

Häufig bittet das "Fräulein Lehrerin" ein Kind mit strengem Blick und Rohrstock in der Hand nach vorne. Damals saßen die Kinder getrennt: Jungen am Fenster, die Mädchen an der Wand. Die Jungs brauchten mehr Licht zum Lernen, für die Mädchen war das unwichtiger, sie mussten damals nicht so gebildet sein. Ganz schön ungerecht, oder?

Auch damals gab es einen Austeildienst, die Kinder teilten Schiefertafeln und Griffel aus.

Als Dankeschön gab es, neben all den Strafen, das Fleißkärtchen, auf das die Kinder dann sehr stolz waren.

 

Im Takt des Lehrers haben wir alle das kleine "i" geschrieben - rauf-runter-rauf-Pünktchen.

Im Anschluss mussten wir alle unsere Tafeln hochhalten.

Zum Aufräumen gehörte auch das Auswischen der Tafeln, auch hier gingen die Mädchen zuletzt nach vorne.

 

Zum Abschluss lernten wir noch die alte Schrift "Kurrent" kennen.

Anhand einer Vorlage tauchten wir die Federn in die Tintenfässer und schrieben unsere Vornamen.

 

Wir stellen fest: Kinder mussten damals in der Schule sehr artig sein, denn sonst wurden sie mit dem Stock geschlagen
oder mussten sich mit dem Rücken zur Klasse in eine Ecke stellen oder lange auf einem harten Körnerkissen knien.

Wir sind froh, dass wir heute in die Schillerschule gehen und viele Rechte haben.

 Das war ein lehrreicher Vormittag! Er endete mit der S-Bahnfahrt zurück nach Massen.

 

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