Besuch auf Zeche Zollern in Dortmund mit Vertragsunterzeichnung "Bildungspartnerschaft mit dem LWL" (86 Bilder)
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Am 01.07.2016 besuchte das Kollegium der Schillerschule Unna die Zeche Zollern in Dortmund. Hintergrund: Das Ehepaar Rosenberg hatte zusammen mit dem LWL ein Geräuschememory entwickelt, mit dem man das Zechengelände erkunden kann. Daraus ist viel mehr geworden, als alle zu Anfang gedacht haben ... Was es mit der an diesem Tag eingegangenen Bildungspartnerschaft auf sich hat, kann man im Vertragstext (unten) nachlesen.

Natürlich haben wir an diesem Tag "mehrere Fliegen mit mehreren Klappen geschlagen" und haben auch gleich das Hörmemory ausprobiert. Dabei werden mit Tablet Computern überall auf dem Zechengelände Barcodes ausgelesen. Man kann Geräusche entdecken, zuordnen und zu den Geräuschverursachern interessante Dinge aus der Zeit erfahren, als das Ruhrgebiet noch von Kohle und Stahl geprägt war.

Daran schloss sich eine recht unterhaltsame Führung an, in der wir viel über die Zeche Zollern erfahren konnten. Und dann ging es zur Vertragsunterzeichnung. Auch wenn unser Konrektor Herr Rosenberg "nur" Zuschauer bei der Unterzeichnung war, gebühren ihm und seiner Frau besonderes Lob für ihr Engagement. Sie haben "zu verantworten", dass es diesen Tag und diese Bildungspartnerschaft gab und gibt. Supergut im Sinne und für die Schule gearbeitet! Genau deshalb werden sie auch als verantwortliche Ansprechpartner in dem Vertrag erwähnt. Wir sind gespannt, was weiter daraus wird.

Na ja, ... Und dann wurde auch noch lecker gegessen ...

   

Da muss man nicht nur einmal gewesen sein. Es war richtig toll.

 

Aus einem Pressetext des LWL:

Geschichte für die Ohren – das bietet eine App, die das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern gemeinsam mit der Schillerschule Unna entwickelt hat. Ausgestattet mit Tablets, Lageplan und QR-Codes ziehen Dritt- und Viertklässler in kleinen Gruppen los. In einer Mischung aus Hörmemory und Schnitzeljagd ordnen sie typische Zechengeräusche historischen Objekten wie Schachtglocke, Hammer oder Grubentelefon zu. Die enge Zusammenarbeit mündete jetzt in einer Bildungspartnerschaft zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Grundschule aus Unna. 

Am Freitag (1.7.) unterzeichnete Schuldirektor Matthias Landsberg und Dr. Dagmar Kift vom LWL-Industriemuseum eine entsprechende Kooperationsvereinbarung in Dortmund. Sie ist zunächst auf drei Jahre begrenzt und erlaubt allen 3. und 4. Klassen der Schillerschule die kostenlose Nutzung der App "Zechenklänge. Geräuschwelten auf der Spur" beim Museumbesuch. Das Museum hat für die App seine umfangreiche Klangdatenbank aus dem EU-Projekt „Work with Sounds“ zur Verfügung gestellt. 

Konrektor Gabriel Rosenberg von der Schillerschule hat das Konzept didaktisch ausgearbeitet. Das Profil der Schillerschule als "Bewegte Schule" mit Medienerziehung und inklusiven Klassen war dafür maßgeblich. Vernetztes Denken, Arbeit in Kleingruppen, die Förderung von Hör-, Lese- und Schreibkompetenz sowie vernetztem Denken – all das fördert auch die Zechen-App. Nach erfolgreichen Testläufen mit den Schülern konnte das Kollegium den Rundgang mit dem Tablet übrigens selbst ausprobieren. Das einhellige Credo: „einfach klasse!“

Bildungspartnerschaft LWL-Industriemuseum und Schillerschule Unna

Präambel

Museen und Schulen sind der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, lebensweltlicher Orientierung und kultureller Bildung verpflichtet. Das LWL-Industriemuseum bildet als Verbundmuseum mit acht Industriedenkmalen ein „Gedächtnis der Region“. Es bewahrt, erforscht und vermittelt die Kultur des Industriezeitalters. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen in ihrem jeweiligen Arbeits- und Lebensumfeld. Mit seinen Industriedenkmalen und Ausstellungen stiftet das LWL- Industriemuseum so als außerschulischer Lernort erlebnis-orientierte Bildungserlebnisse. Seine museumspädagogischen Angebote bieten Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen einen differenzierten, lebendigen Zugang zu historischen und interdisziplinären Themen und geben Anstöße zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart. Das Museum als außerschulischer Lernort fördert somit die Kulturkompetenz und damit die kulturelle Integration in einer divergenten Gesellschaft.

Museen und Schulen sind diesen Kompetenzen verpflichtet und ergänzen sich dabei in idealer Weise. Durch eine systematische und auf Dauer angelegte Kooperation beider Institutionen, die über das Engagement Einzelner hinausgeht, soll eine strategische Bildungspartnerschaft in einer Kommune oder einer Region etabliert und die Ausgangslage von Museum und Schule für die Vermittlung von Informations- und Kulturkompetenz optimiert werden. Gleichzeitig wird der Schule eine Perspektive und Entwicklungsmöglichkeit im Hinblick auf die Innovation von Unterrichtsstrukturen ermöglicht.

 

 

Ziele

Vordringliches Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung und Förderung der Kulturkompetenz von Schülerinnen und Schülern sowie die Weiterentwicklung von Schul- und Unterrichtsstrukturen im Rahmen des Ganztags. Das LWL-Industriemuseum und die Schillerschule Unna wollen daher wechselseitig den Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen verstetigen, intensivieren und ausbauen, um so die kulturelle Bildung von Schülerinnen und Schülern als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen des Schullebens zu verstehen und daraus resultierende Entwicklungs- und Veränderungsprozesse als grundsätzliches Anliegen der Öffnung von Schule zu fördern.

Elemente der Bildungspartnerschaft

1.     Das LWL-Industriemuseum unterstützt die Schule in der Vermittlung der Kultur-Kompetenz.

 

2.     Die Bildungspartnerschaft von LWL-Industriemuseum und Schillerschule Unna soll nach einer Phase der Praxiserprobung in das Schulprogramm und die schulinternen Curricula der einzelnen Unterrichtsfächer aufgenommen werden. Solange diese Kooperationsvereinbarung Gültigkeit besitzt, ist sie für alle Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und Eltern der Schule Bestandteil des Schullebens. Um hierfür bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, sollten alle Lehrkräfte die Angebote und Möglichkeiten des LWL-Industriemuseums kennen.

 

1.     Das LWL-Industriemuseum und die Schillerschule Unna unterstützen sich gegenseitig kontinuierlich bei der Erfüllung ihres Bildungsauftrages. Die hierzu möglichen Maßnahmen und Angebote werden ständig gemeinsam an aktuelle Gegebenheiten in Schule und Museum angepasst und weiterentwickelt. Konkrete, verbindliche kooperative Maßnahmen, Teilnahmebedingungen, Aktionen oder Projekte sind in der Anlage zur Kooperationsvereinbarung aufgeführt.

 

2.     Schule und Industriemuseum kommunizieren die Bildungspartnerschaft und die damit verbundenen Projekte gemeinsam in der Öffentlichkeit, z.B. durch Pressearbeit,  Homepage, Wettbewerbsbeiträge.

   


aus dem Hellweger Anzeiger vom27.08.16

Finanzierung

Die Leistungen des LWL-Industriemuseums (z.B. Eintrittsgelder, Unterrichtsmaterialien, Museumspädagogische Angebote) werden der Schule im Rahmen des im Kooperationsplan festgelegten Umfangs kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Schule trägt die ihnen selbst entstehenden Kosten (z.B. Fahrt-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten).

 

Zeitlicher Rahmen

Die Laufzeit der Vereinbarung ist auf 3 Jahre befristet und endet automatisch mit dem Schuljahr 2018/2019, mit der Möglichkeit auf Entfristung. In diesem Rahmen sind eine regelmäßige Evaluation der Zusammenarbeit sowie Kooperationstreffen festgelegt.

Organisation

Die Schule und das Museum benennen jeweils zwei Kontaktpersonen, um eine permanente, zielgerichtete Kommunikation zwischen beiden Einrichtungen zu gewährleisten. Die Kontaktpersonen treffen sich mindestens einmal Mal im Schuljahr, um die Zusammenarbeit zu planen und weiterzuentwickeln. Außerdem werden Kooperationsgespräche zur Weiterentwicklung und Evaluation der bisherigen Maßnahmen und Verabredungen eines konkreten Maßnahmenkataloges vereinbart (siehe Kooperationsplan Anlage). Die Kontaktpersonen werden bei der Unterzeichnung in die Anlage zur Kooperationsvereinbarung eingetragen.

 

Anlage zur Kooperationsvereinbarung

1. Kontaktperson Institution

Rosenberg, Gabriel

2. Kontaktperson Institution

Rosenberg, Iris

 

1. Kontaktperson Museum

Hoffmann, Anja

 

2. Kontaktperson Museum

Plümpe, Anette

      I.        Kooperationsplan

Zeitlicher Rahmen

Kooperationsziele und Maßnahmen

Schuljahr 2015/2016 - Schuljahr 2018/2019

Kostenfreie Nutzung des Museumspädagogischen Programms  "Zechenklänge - Geräuschewelten auf der Spur" für die 3. und 4. Klassen, inkl. Eintritt frei

Schuljahr 2015/2016 - Schuljahr 2018/2019

Ein kostenfreier Lehrerausflug/pro Schuljahr

 

 

     

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